DMS richtig anwenden mit Schulungen von ZSE

Elektrische Dehnungsmessstreifen (DMS) werden zur hochgenauen Beanspruchungsanalyse für die verschiedensten Bauteile und Konstruktionen und im Aufnehmerbau eingesetzt. Dazu stehen eine Vielzahl von DMS-Typen zur Verfügung. Dem Anwender obliegt es, diese auf die zu untersuchenden Bauteile zu installieren, die Verbindung zu geeigneten Messverstärkern herzustellen, die Messungen durchzuführen, auszuwerten und daraus letztendlich Rückschlüsse auf die Beanspruchung und Betriebssicherheit abzuleiten.

Qualitativ hochwertige Messungen erfordern damit sowohl die Verwendung von geeigneten Dehnungsmessstreifen, als auch geschulte Anwender, die in der Lage sind, eine sachgerechte Installation, Instrumentierung und Dehnungsauswertung vornehmen zu können.

Die ZSE Electronic Mess-Systeme & Sensortechnik GmbH unterstützt potentielle DMS-Anwender im Raum- und Hochtemperaturbereich bei der Auswahl von Dehnungsmessstreifen, Zubehör und Verstärkern und bietet darüber hinaus zertifizierte Schulungen nach VDI/VDE Richtlinie 2636 im gesamten DMS-Anwendungsbereich an.

Fundiertes Spezialisten-Wissen

Die Schulungen werden von Dr.-Ing. habil. Martin Stockmann konzipiert und durchgeführt. Herr Stockmann arbeitet seit über 30 Jahren intensiv auf dem Gebiet der Forschung und Anwendung elektrischer Dehnungsmessstreifen. Dies findet seinen Ausdruck unter anderem in einer Vielzahl internationaler Veröffentlichungen und der ehemaligen langjährigen Leitung des Fachausschusses „Elektrische Dehnungsmessstreifen“ beim VDI.

Die Schulungen finden bei ZSE in Bietigheim-Bissingen oder in speziellen Fällen auch bei DMS- Anwendern statt.

Das Kursangebot

Die Schulungen erfolgen entsprechend der Richtlinie VDI/VDE 2636 durch die Kurse 1-3. Darüber hinaus ist ein spezieller Kurs 4 buchbar, der sich mit Fragen der DMS-Technik im Hochtemperaturbereich beschäftigt. In Absprache sind auch individuelle Zusammenstellungen der einzelnen Kurse möglich.

  1. Grundkurs: DMS-Installation
  2. Aufbaukurs: Instrumentierung und Durchführung von DMS-Messungen
  3. Masterkurs: Dehnungsauswertung, Spannungsberechnung und Bewertung der Ergebnisse
  4. Spezialkurs: Hochtemperatur-DMS, Grundlagen und Anwendung

Lehrinhalte

1. Grundkurs / DMS-Installation

  • Grundkenntnisse DMS, Funktionsweise, Aufbau, Werkstoffe, technische Daten
  • Klebstoffe und Klebetechniken
  • Löttechnik und Verdrahtung
  • Verarbeitung von Zuleitungen und Steckverbindern
  • Grundkenntnisse Wheatstone’sche Brückenschaltung
  • Mehrleitertechniken
  • Abdeckung bzw. Schutz der Messstellen
  • Messstellenprüfung
  • Fehlereinflüsse, hervorgerufen durch die Installation

2. Aufbaukurs / Instrumentierung und Durchführung von DMS-Messungen

  • Wheatstone’sche Brückenschaltung
  • Brückenspeisung (DC, TF)
  • k-Faktor
  • Nullabgleich
  • Brückenfaktoren
  • Mehrleitertechniken
  • Messbereich, Einstellung der anzuzeigenden Größe
  • Filtereinstellungen, Messfrequenz, Aliasing
  • Kompensationsmöglichkeiten (Beanspruchung, Temperatur)
  • Korrekturmöglichkeit des Temperaturgangs und der Querempfindlichkeit
  • Messfehler, DMS-Auswahl, Temperaturselbstkompensation, Einstellungen am Messverstärker

3. Masterkurs / Dehnungsauswertung, Spannungsberechnung und Bewertung der Ergebnisse

  • Dehnungsdefinitionen, thermische und mechanische Dehnung
  • Dehnungs- und Spannungskomponenten beim ein- und mehrachsigen Spannungszustand
  • Drehtransformation der Dehnungs- und Spannungskomponenten, Auswertung bei bekannten und unbekannten Hauptspannungsrichtungen
  • Hooke´sches Gesetz für ein- und zweiachsige Spannungszustände
  • isotropes elastisches Materialverhalten von Metallen
  • anisotropes elastisches Materialverhalten von Verbundwerkstoffen
  • Grundlagen nichtlinearer Spannungs-Dehnungsbeziehungen (plastische Deformationen)
  • Grundlagen zeitabhängiger Spannungs-Dehnungsbeziehungen (Kriechen)
  • Festigkeitshypothesen, Vergleichsspannungen
  • Eigenspannungen, Entstehung und Definition
  • Technologie des Bohrlochverfahrens
  • Berechnung der Eigenspannungen auf der Grundlagen der gemessenen Dehnungsverläufe

4. Spezialkurs / Hochtemperatur-DMS, Grundlagen und Anwendung

  • Temperaturbereiche, DMS-Bauformen und Wirkprinzipien
  • Aufbau und Eigenschaften von Hochtemperatur-DMS
  • Anwendungsbereiche und Ausführungen
  • Messstellenpräparation, Einfluss der Qualität der Punktschweißverbindungen auf die Messgenauigkeit
  • Anschluss an Messverstärker, Wirkungsweise und Auslegung der Brückenergänzungsschaltungen (R-Netzwerke für statische Messungen, RC-Netzwerke für dynamische Messungen)
  • Dehnungsauswertung, Berechnung der Dehnung aus der Brückenausgangsspannung
  • Einfluss von Temperaturänderungen auf das Messergebnis, Interpretation der temperaturabhängigen Kenngrößen Temperaturgang des Nullpunktes und Temperaturabhängigkeit des k-Faktors
  • Hinweise zur Interpretation der Datenblätter

Weitere Informationen

Sie wünschen weitere Informationen und Termine zu unserem Schulungsangebot? Schreiben Sie uns eine E-Mail an info@zse.de oder rufen Sie an unter +49 (0) 7142 6845.

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